°descriptio°:
Der Warzige Drüsling (Exidia nigricans, syn. E. glandulosa ss. Fries, E. plana ) ist eine Pilzart aus der Familie der Ohrlappenpilzverwandten (Auriculariaceae). Er ist eine häufige, holzzersetzende Art auf nördlichen Erdhalbkugel, die typischerweise auf noch angewachsenen, toten Ästen von Laubbäumen wächst. Sie wird des Öfteren mit dem Stoppeligen Drüsling (E. glandulosa ss. orig, E. truncata) und dem Teerflecken-Drüsling (E. pithya) verwechselt.
Die dunkelsepiafarbenen bis schwärzlichen Fruchtkörper haben eine gummiartig-gelatinöse Konsistenz. Zunächst kugelig in Gruppen wachsend, fließen sie bald zu einer durchgängigen, flach am Substrat anliegenden und bis zu 30 × 5–6 cm großen sowie 5 × 20 mm dicken Schicht zusammen. Der Warzige Drüsling hat eine unregelmäßig hirnartig-wulstige und gefurchte Struktur. Die fettig-glänzende Oberfläche ist mit kleinen, bisweilen nur mit der Lupe erkennbaren Drüsenwärzchen bedeckt. Eingetrocknete Fruchtkörper bilden eine dünne, schwarze Kruste und quellen bei Feuchtigkeit wieder zur ursprünglichen Größe auf. Das Sporenpulver ist weiß.
[…]
Der holzzersetzende (Weißfäule) Warzige Drüsling lebt als Saprobiont von und in Totholz von Laubbäumen. Typischerweise lebt er bei einer breiten Palette von Laubbäumen (selten auch in Nadelholz) in noch am stehenden Baum befindlichen toten Ästen und Stammteilen und lebt nach Herabfallen noch eine Weile darin weiter. Er fruchtet das ganze Jahr über mit Schwerpunkt im Spätherbst.
Die Art ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet, einschließlich Nordamerika und Europa.
Es spricht zumindest keine Giftwirkung gegen eine Verwendung zu Speisezwecken.
Der Warzige Drüsling wird auch uneindeutig als „Hexenbutter“ bezeichnet. Auch im Englischen gibt es die Bezeichnung „Witches’ butter“ (deutsch „Hexenbutter“) als Artname, allerdings wird dieser Name nach dem 18. Jahrhundert wie im Deutschen auch für andere Tremellomycetes wie den Stoppeligen Drüsling und den Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica) verwendet. Der Name ist auf einen alten Volksglauben zurückzuführen, nachdem Hexen nachts Kühe melken und aus der Milch diese wenig appetitliche Butter produzieren, die sie dann an ihren nächtlichen Versammlungsplätzen verteilen. In Schweden ist die Art anscheinend aus demselben Grund als „Troll smör“ („Trollbutter“) bekannt.
[Text-Quelle: Wikipedia]
°illustrationen°:
°navigation auxilium°
… man könnte auch Navigationshilfe drauf sagen. Ab hier geht’s irgendwie weiter …


