°zweiflügler°

°zweiflügler°

°descriptio°:

Die Zweiflügler (Diptera) bilden eine Ordnung der Insekten innerhalb der Neuflügler (Neoptera). Zu den Zweiflüglern gehören knapp 160.000 Arten aus 226 Familien, wobei in Mitteleuropa etwa 9200 Arten zu finden sind. Sie erreichen eine durchschnittliche Körpergröße zwischen 0,8 und 23 Millimeter.

Zweiflügler zeichnen sich dadurch aus, dass nur zwei der üblicherweise vier bei Insekten vorkommenden Flügel als solche ausgebildet sind. Dabei handelt es sich um die Vorderflügel, die Hinterflügel sind dagegen zu so genannten Schwingkölbchen (Halteren) umgebildet. Diese sind erheblich kürzer und bestehen aus einem Stiel und einer endständigen, keulenförmigen Verdickung. Die Halteren bewegen sich beim Fliegen und dienen wohl der Stabilisierung des Fluges durch Detektion von Corioliskräften während Drehungen. Eine Reduktion der Hinterflügel findet man auch bei einigen männlichen Schildläusen, wohingegen bei den Fächerflüglern (Strepsiptera) die Vorderflügel zu solchen Halteren umgewandelt sind. Die Gestalt der Zweiflügler ist sehr unterschiedlich, hier werden klassisch die sehr filigran gebauten Mücken (Nematocera) den eher kompakt gebauten Fliegen (Brachycera) gegenübergestellt.

[Text-Quelle: Wikipedia]


°fugae studio°

Wollschweber - Flugstudie

Wollschweber – Flugstudie

Der Insektenflug ist die älteste Art der Fortbewegung durch die Luft und umfasst verschiedene Flugtechniken. Es besteht kein prinzipieller Unterschied zum Schlagflug der Vögel hinsichtlich der für das Fliegen entscheidenden Kräfte von Auftrieb und Vortrieb: Die auf- und abschlagenden Flügel dienen zugleich als Antrieb und bei größeren Flügeln als Tragflächen, ihre Vorderkanten sind versteift, während der übrige Teil elastisch bleibt. Aufgrund der geringeren Durchschnittsgröße der Fluginsekten ist die Schlagfrequenz ihrer Flügel im Vergleich zu der der Wirbeltiere jedoch wesentlich höher.

Die Flügel der Insekten sind Tragflächen aus Chitin. Die Fluginsekten sind die artenreichste Gruppe im gesamten Tierreich.

Als Flügelschlagfrequenzen für verschiedene Insekten wurden Werte von 0 (Libelle im Segelflug) bis zu 1046 Hz bei kleinen Mücken (Gattung Forcipomyia, Ceratopogonidae) gemessen.

Da es jedoch unmöglich ist, dass ein Muskel in dieser Frequenz durch direkte Nervenimpulse angesteuert wird, da die Latenzzeit und absolute Refraktärzeit des Aktionspotentials eines Nervs die maximal mögliche Frequenz auf etwa 800 bis 1000 Hz limitiert, kontrahieren bei Insekten mit indirekter Flugmuskulatur die Muskeln selbstständig bei Überdehnung.

Da sehr kleine Insekten nur mit entsprechend hohen Flügelschlagfrequenzen die für den Flug nötigen Luftkräfte erzeugen können, besitzen sie stets eine indirekte Flugmuskulatur. Die flugfähigen Vertreter des ursprünglicheren, direkten Typs besitzen alle eine gewisse Mindestgröße (Heuschrecken, Libellen).


°ego sententiam°

Fluginsekten sind schnell, wendig und zappelig und wirken dadurch meistens auch ziemlich nervös. Sie sind für die Fotografie daher nur dann geeignet, wenn sie mal still sitzen und artig mitmachen.

Oder tot sind.

Aber Insekten nur deshalb zu töten um sie dann zu fotografieren überlasse ich lieber anderen selbsternannten Spezialisten, die sich auf fragwürdigen und dubiosen Naturliebhaberforen mit den Ergebnissen ihrer Mordlust beweihräuchern und ihr persönliches Tierleichenalbum stetig damit vervollständigen wollen.


°illustrationen°: